Weist eine herkömmliche (Kapital-) Bilanz einen Verlust aus, liegen seine Ursachen i.d.R. weit in der Vergangenheit.

Lange bevor ein Geschäftsvorfall monetären Einzug in die Buchhaltung findet, tut sich eine Menge auf dem Gebiet der „soft facts“, wie z.B. Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, Akquisitionsgespräche, Anzahl der eingehenden Anrufe etc.. Erfasst und misst man diese Faktoren, so kann man im Vorfeld ihrer tatsächlichen Materialisierung gegensteuern. Lange bevor ein Kunde abspringt (und letztlich ein Ertragsrückgang in der Bilanz) sichtbar wird, lässt sich durch eine entsprechende Erfassung der „soft facts“ seine potenzielle Unzufriedenheit bemerken und durch entsprechende Maßnahmen beheben.

Die Spannungsbilanz ist eine Index-Übersicht, in der sich alle Daten übersichtlich ordnen und auf einen gemeinsamen Nenner bringen lassen. Es ist inzwischen hinlänglich bekannt, dass sich die finanziellen und technischen Verhältnisse von morgen aus den emotionalen Verhältnissen von heute entwickeln. Deshalb ist es wichtig, diese zu erfassen und zu beobachten.

Die Spannungsbilanz bringt der Kapitalbilanz gegenüber folgende Verbesserungen:

    • sie bezieht alle relevanten Faktoren in die Beobachtung ein
    • sie konzentriert die Beobachtung bewusster auf den tatsächlichen Flaschenhals
    • sie lässt Entwicklungen und Trends erkennen und für die Steuerung der Unternehmen nutzbar machen.